Objektsteuer: Einführen oder zuwarten?

Am 3. Februar 2026 hat das Netzwerk Oberwalliser Berggemeinden zum Politik-Apéro nach Bellwald geladen. Im Zentrum stand die Einführung einer Objektsteuer aufgrund der beschlossenen Abschaffung des Eigenmietwerts. Staatsrätin Franziska Biner stand SAB-Direktor Thomas Egger Red und Antwort. Anschliessend äusserten sich Parteienvertreter auf einem Podium zur Thematik. 

Staatsrätin Biner betonte, dass der Kanton in dieser Sache vorwärtsmachen und einen Sondierungsprozess einleiten will. Dazu lädt er relevante Akteure und Anspruchsgruppen im März 2026 zu einem runden Tisch ein. Ziel ist eine saubere Auslegeordnung, verbunden mit der Evaluation verschiedener Modelle und Ausgestaltungsformen. Grundsätzlich verfolgt der Staatsrat das Ziel einer mehrheitsfähigen Grossratsvorlage, um ein Referendum mit nachfolgender Volksabstimmung und damit einhergehender zeitlicher Verzögerung möglichst zu vermeiden. 

Kontrovers wurde die Frage auch von den Podiumsteilnehmenden nicht diskutiert. Weitgehend herrschte Einigkeit darüber, dass primär die Erhebung einer kommunalen Objektsteuer ermöglicht werden muss. Diese allerdings müsse moderat ausfallen und die Zweitwohnungsbesitzenden seien zwingend in die Ausarbeitung der entsprechenden Gesetzesgrundlagen und Reglemente miteinzubeziehen. Ziel ist für alle Parteien eine schnörkellose, von spezifischen Parteianliegen weitgehende befreite Vorlage, um die vom Staatsrat angestrebte Mehrheitsfähigkeit im Grossen Rat zu erreichen. 

Zum Ende bedankte sich NOB-Präsident Sebastian Arnold für das Gastrecht und den offerierten Apéro bei der Gastgebergemeinde Bellwald. 

WB-Artikel vom 4. Februar 2026:
"Nach Abschaffung des Eigenmietwerts: Wie weiter mit der Objektsteuer im Wallis?"

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